Gertrud
Es ist ein sehr emotionaler Tag, aber kein Tag voller Dramatik. Es ist ein Tag, der zeigt, wie wichtig Sicherheit, Geduld und gegenseitiges Vertrauen sind. Drei Hühner mit Vergangenheit finden hier ihren Platz, und wir finden unseren Sinn darin, ihnen Luft zu geben, damit sie atmen können.
Es ist ein sehr emotionaler Tag, aber kein Tag voller Dramatik.
Herkunft
Rettung aus Legehennenbetrieb in Zusammenarbeit mit Rettet das Huhn e.V.
Geschichte
Lorraine fuhr nach Oberhausen zum Verein Rettet das Huhn e.V. und brachte zwei Hühner zu uns. Vier hatten wir zugesagt; zwei bleiben heute noch beim Arzt, weil sie schwach sind und Verletzungen haben. Die beiden Neuzugänge schauen zum ersten Mal in unseren Hof: den Himmel, die Erde, das Gras. Sie riechen, sie picken, sie beobachten. Alles ist neu, alles ist staunend. Es ist schön und gleichzeitig traurig: Für anderthalb Jahren lebten sie in einem großen Bodenhaltungsbetrieb, Tausende Hühner, kein freier Blick, kein freies Atemholen. Stress, Lärm, künstliches Licht, immer die lautesten Rufe – am Ende gewinnen oft die Stärksten. Für diese beiden beginnt jetzt wirklich ihr Leben.
Gertrud und Anneliese tragen zwei Welten in sich: Die eine Vergangenheit, die sie nicht vergessen, die andere Zukunft, die hier beginnt. Dann kam heute eine Nachricht, die uns berührt hat: Ein noch junges Huhn, schwer verletzt durch eine Ratte, ist bei uns gelandet. Die Verletzungen sind verheilt, doch ihr Gang ist noch wackelig, am Fuß fehlt Kraft, auf einem Auge ist die Sehkraft reduziert. Ursprünglich sollte sie wieder in die Herde, doch dort wurde sie gemobbt. Hier findet sie heute eine neue Gruppe: drei Hühner, die fremdes Terrain riechen, die gemeinsam ankommen und zusammenhalten.
Optische Besonderheiten
Das Gefieder ist überwiegend goldbraun mit weißen Flecken an den Flügeln und am Bauch. Der Kamm ist leuchtend rot, die Kehllappen sind ebenfalls rot gefärbt und hängen leicht herab. Der Schnabel ist hellgelb, die Beine sind ebenfalls gelblich-beige.
Gesundheit
Status: gesund
